Meal Prep

Stressfrei Essen mit “Meal Prepping”

Habt ihr euch schon mal überlegt, wie toll es wäre, nicht jeden Tag erneut über’s Kochen nachdenken zu müssen? Ich für meinen Teil schon! Mir macht die Zubereitung von Speisen zwar unheimlich Spass, aber morgens einen Salat schnippeln und zusätzlich Frühstück vorbereiten kann schon mal 20-30 Minuten dauern. Das ist mir so früh am Morgen echt zu stressig!

Ich habe deshalb schon länger überlegt, wie ich das alles etwas “rationalisieren” könnte. Einen Wochenplan habe und pflege ich ja bereits, daraus resultiert auch jeweils eine schöne Shoppingliste. Aber trotzdem muss ich nach wie vor jeden Tag mindestens 45 Minuten für kochen und aufräumen einplanen.

Ich investiere diese Zeit gerne, denn wie ich schon schrieb, hat Ernährung und Kochen einen hohen Stellenwert in meinem Alltag. Aber es gibt da nun Mahlzeiten, bei denen ich mir ausgiebig Zeit lasse, was Neues erkunde und schöne Fötelis für den Blog hier mache. Und dann gibt es die Mahlzeiten, von denen ich einfach schnell und gesund (und vor allem punktefreundlich) satt werden will. Und um die geht es hier.

Was ist denn dieses “Meal Prep” eigentlich?

Vielleicht habt ihr schon mal den Begriff “Meal Prep” gehört? Ich schon, allerdings falsch interpretiert. Ich dachte, damit sei einfach gemeint, das man seine Mahlzeiten selbst kocht. “Meal Prep” bedeutet allerdings nichts anderes, als basierend auf einem Plan (der wie auch immer aussieht) das Essen für mehrere Tage (oder gar eine Woche) im Voraus zu kochen, so dass man sich damit unter der Woche nicht mehr befassen muss.

Denn so toll ein Wochenplan auch sein mag – habe ich Stress, komme ich schnell in Versuchung, davon abzuweichen. Das kann schlecht für’s Punktebudget, schlecht für die Umwelt, und auch schlecht für den Geldbeutel sein. “Meal Prep” dreht sich genau um diese Probleme und hilft in allen 3 Bereichen (und darüber hinaus), viel effizienter zu agieren.

Ein Online-Kurs hat mir den Einstieg geliefert

Wie geht man das nun an? Ich als Online-Freak muss mir dazu erstmal Tutorials reinziehen. Gibt’s zuhauf bei Youtube, ich bevorzuge jedoch meistens die Kurse Udemy. Die hatten vor kurzem mal wieder eine Ihrer 10 Franken-Aktionen für die beliebtesten Kurse (läuft Stand 27.8. noch). Da habe ich mich mit vielen neuen Kursen eingedeckt. Unter anderem war eben “Meal Planning and Food Prepping for Real Life” dabei (Link gibt’s unten).

Der Kurs ist in 6 Lektionen (= 6 Videos) gegliedert und kommt komplett auf Englisch (einfach zu verstehendes US-Englisch). Die Videos laufen insgesamt rund eine Stunde. Ich habe die Geschwindigkeit auf 1,25x eingestellt und mir so den kompletten Lehrgang während einer 50 min. Cycle-Training-Session im Gym reingezogen. Qualitativ sind sie ganz gut gemacht und gut verständlich.

Die ersten beiden Lektionen waren für mich allerdings eher belanglos. Es geht hier primär um die Erstellung eines Wochenplanes und darauf basierend einer konkreten Einkaufsliste. Das mache ich bereits seit Monaten durchaus ambitioniert. Amber, die Autorin, erklärt das auch für Newbees ganz gut und überaus sympathisch. Sie geht auf viele Besonderheiten ein (mehrere Personen im Haushalt, wiederkehrende Mahlzeiten, Berechnung der Mengen etc.). Wie gesagt das kannte ich zwar, aber ich habe dennoch in ein paar Punkten mein bestehendes Konzept überdacht. Es gibt noch ein paar superhässliche Templates zum runterladen.

Interessant wurde der Kurs dann tatsächlich in den beiden folgenden Lektionen “Food Prep” und “Food Packaging”. Dazu solltet ihr wissen, dass “Food Prepper” in der Regel 1 oder 2 fixe Tage in der Woche haben, an denen sie ihre Mahlzeiten vollständig nach ihrer Wochenplanung vorbereiten. Und das will wohl überlegt sein! In den beiden Lektionen gibt es viele Tipps, wie ihr dass alles praktisch umsetzen und in den Alltag integrieren könnt. Denn wenn ihr bei 0 beginnt, kann es manchmal ganz schön frustrierend und auch anstrengend sein, so einen Plan umzusetzen.

Abschliessend gibt’s noch eine Lektion über Time Management und Prioritäten, die man sich selbst setzen muss um seine Ziele zu erreichen. Dieser Film war für mich auch ein alter Hut – die gleichen Gedanken habe ich bereits niedergeschrieben und ich stimme hier der Autorin voll und ganz zu: “Keine Zeit haben” ist eine Ausrede! Man NIMMT sich die Zeit für das, was einem wichtig ist.

Als Bonus hat es dann noch eine kurze Lektion über “Budgeting”. Fand ich jetzt unspektakulär – Tipps wie “Studiere die wöchentlichen Angebote deines Supermarktes” sind nichts Neues mehr und für mich überflüssig. Die Basics kaufe ich bei Aldi, den Rest bei coop. Fertig.

Fazit zum Kurs und meine Umsetzung

Obwohl ich den Grossteil der Informationen in diesem Kurs bereits kannte, habe ich trotzdem eine Menge guter Tipps mitgenommen und werde diese künftig nach und nach umsetzen.

Mein Wochenplaner hat ja bereits die Kategorien “Morgens”, “Mittags, “Abends” und “Snacks”. Den werde ich um eine Kategorie “TK” erweitern, so dass ich immer den Überblick behalte, welche Gerichte ich noch eingefroren habe.

Ich werde künftig die meisten meiner Mahlzeiten montags abends vorkochen, und zwar so viel, dass ich ein paar Schalen einfrieren und dann in der folgenden Woche oder auch mal spontan auftauen kann.

Dafür werde ich wohl auch bei der Auswahl der Speisen etwas umdenken müssen, denn nicht alles ist für eine Vorbereitung über ein paar Tage vorab oder fürs gefrieren geeignet. Oats sind z.B. ideal, Poulet mit Karotten oder Erbsen, jeweils mit anderen Saucen, Salate kann man ebenfalls gut vorab schnippeln. Und manche Mahlzeiten möchte ich natürlich auch weiterhin einfach frisch zubereiten.

Die 10 Franken haben sich für mich jedenfalls gelohnt und der Kurs an mich regelrecht angefixt – die Aussicht, in Zukunft einfach nur noch 1x die Woche gross zu kochen ist einfach so verlockend, dass ich das Konzept unbedingt ausprobieren will. Habe mir gleich ein paar Prep-Schalen bei Amazon bestellt 🙂

Weiterführende Links zum Thema “Meal Prep”

Hier noch ein paar Links mit Rezepten und Infos.

Udemy-Kurs
Rezeptideen für Meal Prep bei Springlane (lassen sich easy für WW anpassen)
Artikel bei Brigitte.de
Einsteiger-Guide zum Thema Meal Prepping

Wie sieht’s denn bei euch aus? Kocht ihr jeweils (für ein paar Tage) vor oder immer frisch?

über

Hi, schön das du da bist! Ich heisse Matthias und du bist irgendwie auf meinem Blog "Mann darf" gelandet. Ich schreibe hier über's Abnehmen mit Weight Watchers, gesunde Ernährung allgemein, und natürlich kannst du viele Rezepte entdecken. Viel Spass beim lesen!

4 Kommentare zu “Stressfrei Essen mit “Meal Prepping”

  1. Hallo Matthias
    Wenn man 100% arbeiten darf, Mittagessen für 2 Personen in ca. 20 Minuten zu kochen hat, 2x die Woche erst um 19.15 und mittwochs sogar erst um 20.00 Uhr nach Hause kommt, bleibt gar keine andere Möglichkeit als Meal prepp. Soeben habe ich 13x Hackbraten produziert und eingefroren. Ebenfalls musste der Bolognaise Bestand aufgefüllt werden. Somit auch 8 Portionen gemacht, davon wird gleich morgen eine Portion für gefüllte Peperoni verwendet.
    So ist unser TK immer gut gefüllt und ich kann dan Metal prepp machen, wenn ich Zeit habe und nicht dann, wenns eh schon stressig ist.
    Werde die Links gerne anschauen, mal lernt immer wieder etwas dazu.

    • Wow! 13 Portionen … Respekt! Leider habe ich selbst hier nur beschränken Platz fürs einfrieren, daher kann ich Max. 5-6 Portionen vorbereiten. Aber das hilft schon immens! Genau – man kocht dann wenn Zeit ist und nicht wenn’s eh schon stressig ist! Lg mat

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